Auferstehung der Wikipedia in China
Posted by jintan on 15 October, 2006
heute berichtet von vielen chinesischen Blogger, seit einem Jahr kann man heute die Wikipedia wieder besuchen, sogar ohne Proxy! aber bis jetzt hängt noch davon ab, welche Internet Anbieter den einzelnen Benutzer haben, sie können entweder nur die englische Version oder auch die chinesische Version besuchen, aber eine Vermutung war, dass die G★F★W Projekt (so schreibt vielen chinesischen Blogger, sonst wird…
)auf ein neues Server umsteigt, die Wikipedia wird nur kurz freigeschaltet.
Seit 06.2004 wurde Wikipedia wegen einigen Artikel drei mal komplett blockiert, aber es hat immer 2 bis 3 Woche gedauert und wieder freigeschaltet, ab 19.10.2005 können die Internetnutzer in Festland China Wikipedia nicht mehr besuchen.
Als wir hier über Barrierefreiheit im Internet diskutiert, gibt es noch Menschen auf der Erde, die um Ihre Informationsfreiheit kämpft.
Related:
1. Bericht von Wikipedia (englisch)
2. Internet censorship in the People’s Republic of China (englisch)
3. censor here, censor there, cencor everywhere (deutsch)







Text & Blog » Wikipedia in China said
[...] Jintan, den ich auf der InetBib-Tagung in Münster kennengelernt hatte, schreibt in seinem Blog «Bibliotan» über die «Auferstehung der Wikipedia in China» und verlinkt auf zahlreiche Quellen, die über die aktuelle (Wieder-)Öffnung der Wikipedia in China informieren: seit einem Jahr kann man heute die Wikipedia wieder besuchen, sogar ohne Proxy! aber bis jetzt hängt noch davon ab, welche Internet Anbieter den einzelnen Benutzer haben, sie können entweder nur die englische Version oder auch die chinesische Version besuchen, […] [...]
Markus Trapp said
Danke, Jintan, dass du uns über dieses wichtige Thema auf dem Laufenden hälst.
Viele Grüße,
Markus
jintan said
Herr Prof. Hobohm hat schon allgemein über das Thema was geschrieben, siehe unter: http://hobohm.stikipad.com/lehre/show/Zensur
youtube blockieren? nur eine Zeitfrage! « Bibliotan said
[...] Recent Comments Die Zukunft von YouTube ahh GoogleTube « Bibliothek 2.0 und mehr … on wie wird youtube weiter gehen?jintan on Auferstehung der Wikipedia in Chinajintan on was ist los mit my network?Markus Trapp on was ist los mit my network?Markus Trapp on Auferstehung der Wikipedia in China [...]
Max Lehmann said
Schade und ich dachte die Chinesen bleiben bei Ihrer Qualitätskontrolle… Zensur kann man bei dem lausigen Niveau der Wikipedia ja kaum behaupten es sei denn man meint, Chinas Bürger sollten auch die “Freiheit” haben sich dieses Möchtergern-und-kann-nicht-Lexikon anzuschauen. Insofern erscheint die Sperrung durchaus sinnvoll.
jintan said
Lieber Herr Lehmann,
danke für Ihr Kommentar!
ihre Meinung kann ich Leider nicht zustimmen!
wenn Sie sagen, wikipedia soll doch gesperrt werden, nur wegen ihre Qualität, dann haben die Chinesen überhaupt keine CHANCEN das zu verbessern, oder?
ich merke, dass Sie die Freiheit und Qualität für gleich halten, aber für mich die Freiheit ist eine sehr wichtige Voraussetzung der Qualität.
Was halten Sie davon, wenn Sie kein BBC und CNN besuchen könnten?
Gruß
jintan
Max Lehmann said
Was CNN von Freiheit hält kann man an den überaus freiheitlichen Berichten aus dem Irak sehen, an den überaus freiheitlichen Berichten über Kuba und Venezuela, an den überaus freiheitlichen Berichten zu den Rechten der nichtweißen Bevölkerung in den USA. Wenn das Freiheit ist dann möchte ich die Unfreiheit gar nicht erst kennenlernen. Wo hörte man als ersten von Abu Ghraib, von Guantananmo etc. – NICHT bei CNN! CNN ist wie Fox News, und die meisten bürgerlichen Medien ein Beispiel dafür was der Westen unter Presse”freiheit” versteht – Meinungsmacht durch Wirtschaftsmacht. 3/4 der Medien im Besitz von zwei bis drei Global Playern – es lebe die Meinungsvielfalt! Ob politische oder aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus, durch einfaches Wegsehen, Uminterpretieren und Nichtberichten Zensur zu üben bleibt sich letztlich gleich. Nur die westlichen Medien als allein freiheitlich zu sehen ist schlicht blauäugig!
PS: Abu Ghraib und Guantanamo las man als ersten in den (im Westen kaum gehörten und von den Medienkonzernen meist verächtlich betrachteten) Alternativmedien und zu diesen zählten weder BBC und schon gar nicht CNN
Es ist schon bezeichnend wenn Amnesty in seinem jährlichen Menschenrechtsbericht seit Jahren nicht China, sondern die USA auf Platz 1 der Länder mit den meisten Verstößen gegen die Menschenrechte insbesondere die freiheitlichen Menschenrechte setzt. Ihr CNN kommt bekanntlich nicht aus China, sondern eben jenen USA und ist beim besten Willen kein Alternativ- sondern eher Systemmedium. Wie freiheitlich es dann da aussieht kann man sich mit gesundem Menschenverstand problemlos ausmalen…
Max Lehmann said
Zum Thema Wikipedia:
Reines Mitmachen ohne inhaltliche Struktur kann zwar zu Veränderung aber nur zu solcher hin zu noch mehr Nonsens und Unstrukturiertheit führen. Mangelndes Review und fachliche Auswahl der Autoren führt zu den bereits mehrfach diskutieren z.T. haarsträubenden inhaltlichen Fehlern der Wikipedia und dazu noch Redakteure, die sich nicht durch Fachkompetenz, sondern durch Masse an Beiträgen egal welche Inhalts für ihre Position qualifiziert haben. Ohne es zynisch zu meinen aber: Die Wikipedia ist das einzige “Lexikon” in dem man ohne Hauptschulabschluß Redakteur werden kann! – und das sagt alles über Inhalt, Struktur und Entwicklung.
“An unbegrenzter Freiheit gehen die Menschen nicht zu hunderten, sondern zu tausenden zugrunde.” Jean Jacques Rousseau
…im Falle der Wikipedia geht dabei das Wissen zugrunde…
Infobib » Blogarchiv » Bibliotheken gegen Zensur said
[...] noch wird in zu vielen Ländern zensiert, zum Beispiel in China, und eben auch in Kuba, wie Café Babel berichtet: In Kuba werden fallen zahlreiche Werke [...]